Hannover, 26.04.2026 – Am zweiten Tag ihres Landesparteitags verbinden BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Niedersachsen das Gedenken an die Reaktorkatastrophe von Tschornobyl mit konkreten Antworten auf die drängenden Umweltfragen der Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen der 40. Jahrestag der Katastrophe sowie der Antrag „Nachhaltige Wasserpolitik für Niedersachsen“.
Die Folgen von Tschornobyl waren bis nach Niedersachsen spürbar und für viele der Anstoß, sich bei den Grünen zu engagieren. Die Bundestagsabgeordnete Julia Verlinden, machte deutlich wie unmittelbar die Risiken der Atomkraft sind und welche langfristigen Folgen sie nach sich ziehen können:
„Der Wetterbericht und die Windrichtung entschieden damals über die Strahlenbelastung – auch bei uns in Niedersachsen. Noch heute sind zum Beispiel Wildschweine und Pilze aus Süddeutschland radioaktiv belastet. Und die Sorge über die Beherrschbarkeit von Atomkraftwerken ist geblieben, nicht zuletzt durch alte Reaktoren in Europa, ungelöste Endlagerfragen und neue Risiken wie den Krieg in der Ukraine. Wo die russische Firma Rosatom Brennelemente für europäische Reaktoren herstellen will, fordern wir von der Bundesregierung, die Sicherheitsfragen endlich ernst zu nehmen und diesen russischen Einstieg in die Atomfabrik in Lingen zu verhindern. Der Weg in eine sichere Zukunft führt nur über erneuerbare Energien.“
Ein weiterer Schwerpunkt des Parteitags ist die Beratung des Antrags „Nachhaltige Wasserpolitik für Niedersachsen“. Angesichts knapper werdender Wasserressourcen und spürbarer Klimafolgen diskutiert der Landesverband Strategien für einen verantwortungsvollen und gerechten Umgang mit Wasser. Ziel ist es, Grundwasser und Ökosysteme besser zu schützen, Nutzungskonflikte zu entschärfen und Niedersachsen klimaresilient aufzustellen.
Greta Garlichs, Landesvorsitzende der GRÜNEN Niedersachsen,betont die Bedeutung konkreter Investitionen und politischer Unterstützung vor Ort: „Wir lassen unsere Kommunen bei dieser wichtigen Aufgabe nicht im Stich. Deshalb fördert das Land Klimafolgenanpassung, Hochwasserschutz und Wassermanagement als Daueraufgabe und hat die Mittel dafür massiv aufgestockt. Als Agrarland Nr. 1 lassen wir auch unsere Landwirtschaftnicht allein, sondern investieren gezielt in Speicherbecken, effiziente Beregnungstechnik und die Aufbereitung von Wasser. Das sind zentrale Investitionen in die Zukunft unseres Landes.“
40 Jahre Tschornobyl: Radioaktiv bis heute