„Wer ständig am Limit buckelt, wird nicht produktiver“

Hannover, 30.04.2026– Die Bundesregierung stellt immer wieder grundlegende Arbeitnehmer*innenrechte infrage – vom Arbeitszeitgesetz bis zur sozialen Absicherung. Die GRÜNEN Niedersachsen stellen sich zum 1. Mai klar gegen diesen unsozialen Kahlschlag. Arbeitnehmer*innenrechte müssen geschützt werden und der Wirtschaftsstandort Niedersachsen nachhaltig gestärkt. Der Sozialstaat ist kein Nice-to-have. Die GRÜNEN Niedersachsen fordern stärkere Tarifbindung, einen armutsfesten Mindestlohn von mindestens 60 Prozent der mittleren Einkommen und ein wirksames Tariftreuegesetz.

Greta Garlichs, Landesvorsitzende der niedersächsischen GRÜNEN, sagt: Am 1. Mai geht es nicht um Nostalgie, sondern darum, dass niemand allein Druck, Stress und Unsicherheit schlucken sollte. Wer ständig am Limit buckelt, wird nicht produktiver, sondern krank. Wir setzen uns dafür ein, dass Niedersachsen attraktiver Wirtschaftsstandort ist mit sicheren, fair bezahlten Jobs. Wenn die Bundesregierung den Beschäftigten den Kampf ansagt, dann wird sie merken, dass unsere Solidarität mehr Druck machen kann als jede Drohung. Ich bin fassungslos und wütend über den Vorschlag aus der Wirtschaft, den 01. Mai als Feiertag abschaffen zu wollen. Das ist respektlos gegenüber den Menschen und trägt nicht zur Stärkung unserer strauchelnden Wirtschaft bei.

Maximilian Strautmann, Landesvorsitzender der niedersächsischen GRÜNEN, sagt: „Arbeiten, bis die Lichter ausgehen und mit 70 noch Regale einräumen, um der Armut zu entkommen? Herr Merz, ist das Ihre moderne Leistungsgesellschaft? Wer ein Leben lang arbeitet, darf im Alter nicht darauf angewiesen sein, dass es irgendwie weitergeht oder dass die nächste Generation einspringt. Der Sozialstaat ist kein Luxus, den man sich in guten Zeiten leistet. Er stärkt uns in Krisen, sichert Chancengleichheit und ist das Fundament für eine stabile Wirtschaft. Deshalb sichern wir das Rentenniveau, lehnen ein höheres Renteneintrittsalter ab und setzen auf eine Garantierente, die vor Armut schützt.“

Die Grünen Niedersachsen rufen dazu auf, am 1. Mai landesweit gemeinsam auf die Straße zu gehen – für faire Arbeit, starke Tarifbindung, den Schutz des 8-Stunden-Tages, faire Löhne und sichere Arbeitszeiten. In Hannover beginnt die Demo um 10 Uhr am Freizeitheim Linden.