Hannover, 21.04.2026 – Energiepreise bleiben hoch, Lieferketten wackeln, und in den Städten und Gemeinden wird der Druck spürbar größer. Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen konkret spüren, wie verletzlich Versorgung und Infrastruktur geworden sind, stellen die GRÜNEN Niedersachsen die Handlungsfähigkeit der Kommunen ins Zentrum. Der Leitantrag „Kommune heißt gemeinsam“ setzt dabei auf konkrete Lösungen für Wohnen, Energie und Alltag vor Ort und soll auf dem anstehenden Landesparteitag beschlossen werden.
Greta Garlichs, Landesvorsitzende der niedersächsischen GRÜNEN, sagt: „Was muss eigentlich noch passieren, bis die Union Menschen nicht mehr als Kostenfaktor oder Problemgruppe behandelt? Es fließt mehr Energie in Lobby-Beziehungen als in bezahlbares Heizen, stabile Strompreise oder Infrastruktur. Kurzfristige Maßnahmen ändern daran wenig. Wir wollen eine bezahlbare Wärmewende und den Ausbau von Bürgerenergie beschleunigen. Gleichzeitig wollen wir mindestens 30 Prozent geförderten Wohnraum in neuen Quartieren und Kommunen finanziell so stärken, dass Busse fahren, Kitas funktionieren und Infrastruktur nicht auf Verschleiß läuft.“Damit rücken die niedersächsischen Grünen die Frage in den Mittelpunkt, wie Kommunen langfristig handlungsfähig bleiben.
Maximilian Strautmann, Landesvorsitzender der niedersächsischen GRÜNEN, sagt:
„Die Bundesregierung bestellt am laufenden Band, was gut und teuer ist – vom Ganztag bis zur Wärmewende –, aber wenn die Rechnung kommt, dann tun SPD und Union so, als hätten sie kein Geld. Das ist so, als würde der Bund mit den Kommunen im Restaurant sitzen, ein Fünf-Gänge-Menü für alle bestellen und sich dann durchs Toilettenfenster verdrücken, wenn die Rechnung kommt. Wer bestellt, muss auch bezahlen. Der Bund muss endlich mehr Mittel für die Kommunen bereitstellen. Das Geld ist da, es ist nur extrem ungleich verteilt. Deshalb fordern wir eine gerechte Besteuerung von Vermögen zugunsten unserer Kommunen.“
Als Gastredner wird der Bundesvorsitzende Felix Banaszak erwartet. Zudem spricht Manfred Wulff, Betriebsratsvorsitzender des VW-Werks Emden, ein Grußwort.