Hannover, 08.11.2026 – Am zweiten Tag ihrer Landesdelegiertenkonferenz haben die GRÜNEN Niedersachsen mit überragender Mehrheit eine gemeinsame Globalalternative gegen den zuvor eingebrachten Gaza- Antrag beschlossen. Im nun beschlossenen Antrag wird die Einstufung eines Genozids dem Internationalen Gerichtshof überlassen und die gemeinsame Grundlage beider Anträge zum Existenzrecht Israels, des Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes und der Zweistaatenlösung ausdrücklich bestärkt.
Für Greta Garlichs, Landesvorsitzende der niedersächsischen GRÜNEN, zeigt die breite Mehrheit, dass die Partei auch bei schwierigen Fragen geeint und handlungsfähig ist:
„Gerade bei einem so schwierigen Thema ist es wichtig, geschlossen für unsere Werte einzustehen. Dass unsere Globalalternative mit überragender Mehrheit beschlossen wurde, zeigt, dass wir geschlossen gegen jeden Antisemitismus einstehen und gleichzeitig solidarisch mit den Palästinenserinnen und Palästinensern sind. Das Existenzrecht und die Sicherheit Israels, das Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes und die Perspektive einer Zweistaatenlösung gehören zu unserer grünen DNA. Gerade jetzt müssen sich Jüdinnen und Juden sicher und geschützt fühlen. Ebenso stehen wir klar für die Rechte der Palästinenser und Palästinenserinnen ein. Wir machen deutlich, dass sich das nicht gegeneinander ausspielen lässt.“
Außerdem fordern die 212 Delegierten ein mobiles Zufluchts- und Beratungsangebot für Betroffene von häuslicher Gewalt im ländlichen Raum So sollen Schutzlücken außerhalb der Ballungszentren erschlossen werden. Speziell ausgestattete Fahrzeuge sollen regelmäßig Kleinstädte und Dörfer anfahren. Betroffene sollen kostenlos, anonym und ohne Anmeldung Beratung und Unterstützung erhalten.
Dazu Maximilian Strautmann, Landesvorsitzender der niedersächsischen GRÜNEN:
„Wir müssen Frauen besser vor Gewalt schützen. Gerade im ländlichen Raum ist Gewalthilfe noch immer ein blinder Fleck. Das darf nicht so bleiben. Die Hürden für Betroffene sind ohnehin hoch. Wer Gewalt erfährt, muss schnell und anonym Unterstützung bekommen können. Mit mobilen Beratungsangeboten bringen wir Hilfe direkt zu den Betroffenen. Schließlich leben wir nicht mehr in den 60ern.“