Hannover, 07.11.2026 – Auf ihrem Landesparteitag wählten 212 Delegierte Julia Willie Hamburg einstimmig zu ihrer Spitzenkandidatin. Inhaltlich setzen die Grünen am ersten Tag mit Ihrem Leitantrag „Wandel gerecht organisieren – gute Arbeit für alle!“ den Schwerpunkt auf die soziale Sicherheit und gute Arbeitsbedingungen.
In ihrer Bewerbungsrede machte Julia Willie Hamburg deutlich, wofür sie im Wahlkampf antreten will: „Schon immer war mein Antrieb, Kindern und Jugendlichen zu helfen, die es nicht so gut hatten. Ich war immer unterwegs, habe Nachhilfe gegeben und Kinder mit Behinderung betreut. Dabei habe ich vor allem die Erfahrung gemacht, dass ich nie genug tun konnte, um allen Kindern und Jugendlichen zu helfen. Ich fand das damals so ungerecht. Mir war klar, ich muss die Strukturen ändern, damit jedes Kind die Chance auf ein gutes und sichere Leben hat. Eins ist mir besonders wichtig: Ich werde nie Politik machen, die nach unten tritt, sondern an Lösungen arbeitet“.
Zu ihrer Zukunft an der Landesspitze ergänzt sie: „In der Staatskanzlei gibt es eine Ahnengalerie mit allen Ministerpräsidenten, und da muss ich nicht gendern. Wenn ihr mich fragt, gehört da ganz dringend eine Frau hinein.“
Britta Haßelmann, Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion, gratulierte Julia Willie Hamburg zur Wahl als Spitzenkandidatin:„Julia, du bist mit 100 Prozent als Spitzenkandidatin nominiert worden. Wenn das ein kleiner Vorgeschmack auf die Landtagswahl ist, dann bin ich nicht bange. Als stellvertretende Ministerpräsidentin hast du zusammen mit der Landtagsfraktion und den anderen Ministerinnen und Ministern Gutes abgeliefert. Das kann nur besser werden. Ich bin klar Team Julia“.
Für den Landtagswahlkampfsicherte sie Niedersachsen Rückenwind zu: „Wir haben nächstes Jahr hier einen Riesenlauf: Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Saarland und dann kommt Niedersachsen. Wir werden unser Bestes geben, um euch jede Menge Rückenwind zu geben für die Wahl. Grün macht den Unterschied.“
Greta Garlichs, Landesvorsitzende der niedersächsischen GRÜNEN, fordert mit dem Leitantrag bessere Arbeitsbedingungen und mehr Schutz für Beschäftigte: „Wer den Wandel trägt, der muss ihn auch mitbestimmen! Wir wollen, dass Arbeit nicht krank macht. Wenn es draußen zu heiß zum Arbeiten ist, darf die Dachdeckerin das nicht mit ihrem Lohn bezahlen. Und wer krank ist, ruft in der Praxis an und bleibt im Bett. Nicht im vollen Wartezimmer, nicht am Schreibtisch.“