Hannover, 06.03.2026– Frauenrechte konsequent voranbringen – dafür setzen sich die GRÜNEN Niedersachsen zum anstehenden Weltfrauentag ein. Sie fordern den 08. März als Feiertag, mehr Engagement von der Bundesregierung in der Gleichstellungspolitik und den Abbau struktureller Benachteiligung für mehr politisches Engagement von Frauen.
Greta Garlichs, Landesvorsitzende der niedersächsischen GRÜNEN, unterstreicht:
„Die Gleichstellungspolitik der Bundesregierung ist ein Totalausfall. Wenn Teilzeit als Lifestyle abgetan wird und Töchter nur dann erwähnt werden, wenn sie für Rassismus instrumentalisiert werden sollen, sagt das viel aus. Die großen frauenpolitischen Baustellen werden nicht angegangen. Diese umfassen zum Beispiel das Ehegattensplitting, höhere Rentenpunkte für Pflege und Kindererziehung, die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen, die medizinische Versorgung von Frauen, bessere Absicherung von Teilzeitphasen oder der Schutz vor Altersarmut. Täglich gibt es Berichte über versuchte oder vollendete Femizide, wobei ca. 80% Opfer von Partnerschaftsgewalt sind. Es macht keinen Anschein, dass sich der Kanzler für die Hälfte der Bevölkerung interessiert. Die Ära Merz ist keine gute für uns Frauen. Umso mehr begrüßen wirdie Petiton im Landtag, den 08. März als Feiertag einzuführen.“
Ann-Sophie Wiek, Frauen- und genderpolitische Sprecherin des grünen Landesverbandes, sagt:
„Frauen sind in Rathäusern, Parlamenten und Vorstandsetagen noch immer deutlich unterrepräsentiert. Wir müssen die Bedingungen so verändern, dass Frauen nicht nur teilnehmen können, sondern tatsächlich mitgestalten. Wenn Sitzungen spätabends stattfinden oder Kinderbetreuung fehlt, hält das viele vom politischen Engagement ab. Wenn Carearbeit Frauen die Zeit für Politik nimmt, dann ist das kein individuelles Problem, sondern eine strukturelle Hürde. Politisches Engagement muss mit Familie vereinbar sein. Wer sich politisch engagiert und dafür Kinderbetreuung oder Pflege organisieren muss, darf nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Rot-Grün plant dafür Pauschalen und Aufwandsersatz. Wir unterstützen das ausdrücklich. Wer Frauen von Macht fernhält, entscheidet gegen die Hälfte der Gesellschaft.“