Hannover, 26.02.2026– Bis zum morgigen Equal Pay Day haben Frauen dieses Jahr statistisch gesehen umsonst gearbeitet. Nach Angaben des Statistischem Bundesamt 2025 verdienen sie in Deutschland weiterhin durchschnittlich 16 Prozent weniger pro Stunde als Männer. Selbst bei vergleichbarer Tätigkeit, Qualifikation und Arbeitszeit bleibt nach Angaben des Statistischem Bundesamtes eine bereinigte Gender Pay Gap von 6 %. Die Grünen Niedersachsen kritisieren die anhaltende Lohnlücke zwischen Frauen und Männern.
Greta Garlichs, Landesvorsitzende der niedersächsischen GRÜNEN, fordert:
„Wo ist die viel beschworene Leistungsgesellschaft, wenn es um Frauen geht? 16 Prozent pro Stunde sind bares Geld, das Frauen für Rücklagen, Sicherheit und Selbstbestimmung fehlt. Frauendominierte Berufe bleiben dabei systematisch schlechter entlohnt. Wer ständig von Leistung spricht, muss auch bereit sein, diese fair zu bezahlen. Dazu gehört auch, Frauen bei der Familiengründung besser zu unterstützen, damit Mutterschaft nicht zur finanziellen Falle wird. Derzeit verstärkt jedes Kind die Lohnlücke und das darf nicht sein. Wir brauchen verlässliche Kinderbetreuung, Familienstartzeit für Partner*innen und echte Absicherung bei Pflege.“
Ann-Sophie Wiek, Frauen- und genderpolitische Sprecherin des grünen Landesverbandes,betont: „Das System setzt die Anreize falsch. Es belohnt das Alleinverdiener-Modell und bestraft partnerschaftliche Aufteilung. Und es nimmt in Kauf, dass Frauen über Jahrzehnte weniger verdienen und später mit deutlich geringeren Renten dastehen. Jede fünfte Frau über 65 ist armutsgefährdet. Das ist die Quittung für ein Erwerbsleben mit niedrigerer Bezahlung, mehr Teilzeit und unterbrochenen Karrieren. Wer heute Gleichstellung blockiert, organisiert Altersarmut von morgen. Mit der EU-Entgelttransparenzrichtlinie, deren schnelle Umsetzung wir gefordert haben, wird nun endlich ein wichtiger Schritt für mehr Lohngerechtigkeit umgesetzt.“