Dürrefonds für Landwirtschaft und Umwelt

Beschluss der LDK in Emden am 25./26. April 2026

Der prognostizierten Zunahme des Bewässerungsbedarfs in der Landwirtschaft – von
etwa 250 (2020) auf 600 (2050) Millionen Kubikmeter pro Jahr – muss mit
weitreichenderen Maßnahmen entgegengetreten werden, als sie bisher umgesetzt
oder geplant werden.

Um Wälder und wasserabhängige Ökosysteme zu schützen, ist es gut, wenn in
Dürresommern eine behördliche Einschränkung der Feldberegnung gegenüber den
wasserrechtlichen Erlaubnissen von den unteren Wasserschutzbehörden genutzt
wird. Dafür soll ein zunehmend nach Kultur- und Standortdaten differenziertes
Vorgehen entwickelt werden, mit dem der optimale Kompromiss zwischen
umweltbezogenen und wirtschaftlichen Notwendigkeiten hergestellt werden kann.

Wir begrüßen das Konzept des nds. Landwirtschaftsministeriums, das vorsieht,
dass Betriebe bezuschusst werden können, wenn sie eine Mehrgefahrenversicherung,
z.B. für Dürre, abschließen, um sich gegen Ernteausfälle abzusichern. Das
Konzept, bei der Bezuschussung zur Mehrgefahrenversicherung insbesondere
diejenigen Betriebe zu fördern, die sich auch durch die Bewirtschaftungsweise
resilienter aufstellen, ist bundesweit der innovativste Politikansatz.

Resilienz ist für die Förderung durch eine sparsame Beregnungswassernutzung und
eine entsprechend ausgerichtete Flächenbewirtschaftung (z.B. eine standort- und
klimaangepasste Kulturartenwahl) noch stärker zu gewichten.